(Fotos: Stiftung Bündnis Mensch & Tier, TTN, Claudia Toll)
Tagungsort Evangelische Akademie Tutzing
 Gespräche
im Foyer, Lektüre am Büchertisch
Begegnung der Doktoranden
 Plenum
 Diskussion
 Unversehrtheit als Anspruch: Wahrung der Integrität in der Mensch-Tier-Beziehung (Workshop)
Dr. Kirsten Schmidt, Ethikerin an der Ruhr-Universität Bochum, intensivierte in ihrem Workshop ihre im Vortrag präsentierten Ausführungen zum Begriff der „Integrität“ eines Lebewesens.
Engagierte Workshoparbeit
 Rechte ohne Pflichten? Tiere als Rechtssubjekte (Workshop)
Dr. Johanna Moritz, Amtstierärztin in Bayern und Dr. Norbert Alzmann, Biologe und Tierethiker aus Tübingen, beschäftigten sich mit ihrer Gruppe mit der Frage der Tiere als Rechtssubjekte.
Tiere schreiben Geschichte: Kulturgeschichtliche Perspektiven (Workshop)
Die Arbeitsgruppe der Historikerin Dr. Aline Steinbrecher (Universität Zürich) setzte sich mit kulturgeschichtlichen Perspektiven der Mensch-Tier-Beziehung auseinander: Schreiben Tiere Geschichte?
Essen, streicheln, forschen: Probleme des Theorie-Praxis Transfers in der Ethik (Workshop)
Dr. Herwig Grimm und sein Workshop beschäftigten sich mit den Problemen des Theorie-Praxis Transfers in der (Tier)Ethik.
Abendgespräche in den Salons
Abendgespräche in den Salons
Abendgespräche in den Salons
 Pausengespräche im Freien
 Pausengespräche im Freien
 Würde
begreifen: Die Eigenart des Fremden anerkennen (Workshop)
Prof. Dr. Peter Kunzmann, Philosoph am Ethikzentrum in Jena, ging der Frage nach, was unter dem Begriff der
„Würde“ eines Tieres zu verstehen ist, welche Schwierigkeiten dieses Konzept mit sich bringt und wie
eine mögliche Präzisierung aussehen kann. (Präsentation: Markus Luger, Theologe)
 Dr. Kirsten
Schmidt, Präsentation der Workshoparbeit
 Dr. Johanna
Moritz, Präsentation der Workshoparbeit
 Dr. Sonja Hartnack, Präsentation der Workshoparbeit
Spannungsfeld Veterinärmedizin: Zielkonflikte und widersprüchliche Erwartungen
Prof. Dr. Thomas Blaha, Veterinärmediziner der Tierärztlichen Hochschule Hannover, und Dr. Sonja Hartnack,
Veterinärmedizinerin an der Vetsuisse, arbeiteten mit den Teilnehmern ihres Workshops die Zielkonflikte im
Berufsbild des Veterinärmediziners heraus.

Abschlußdiskussion: Humanität zwischen Vermenschlichung und
Versachlichung? Fundamente einer neuen Mensch-Tier-Beziehung
Auf Einladung von Frau Dr. Carola Otterstedt wurden folgende drei Fragestellungen im Plenum diskutiert:
• Wie wird der Tierschutz der Zukunft aussehen?
• Wie soll die Forschung zur Mensch-Tier-Beziehung sich weiterentwickeln?
• Welche Auswirkungen wird ein verändertes Tierbild auf unser Menschenbild haben?
Ein zentraler Ansatzpunkt für zukünftigen Tierschutz und seine Umsetzung muss es sein, verstärkt die Akteure in den Fokus zu rücken: Der Mensch hat Verantwortung für das Tier – und er hat dies nicht jenseits, sondern in konkreten Situationen.
In der Diskussion wurde die prinzipielle Notwendigkeit der Offenheit gegenüber neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen betont, die uns zu neuen Konzeptionen der Mensch-Tier-Beziehung herausfordern: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse müssen wahrgenommen und alte
gegebenenfalls revidiert werden. Ziel ist es dabei, über das rein pathozentrische Argument hinauszugehen und zu verstehen, dass Tiere über die Leidensfreiheit hinaus noch andere zentrale Ansprüche aufweisen und an uns richten. Fazit der Tagung: Wer über das Tier an sich nachdenkt,
kommt nicht umhin, auch über den Menschen nachzudenken. Dabei ist das Tier das Maß für einen adäquaten menschlichen Umgang mit ihm: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus Natur- und Geisteswissenschaften helfen dabei, genauer zu bestimmen, welche tierlichen Bedürfnisse
in einer angemessenen Mensch-Tier-Beziehung eine Rolle spielen und was es heißt, ein Tier in seiner Eigenart zu respektieren.
 Plenum
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